Regelungen für EU-EFTA

Das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz, der EG und ihren Mitgliedstaaten (FZA, SR 142.112.681) sowie das EFTA-Übereinkommen (SR 0.632.31) enthalten unter anderem Bestimmungen, die in Bezug auf die Stipendienberechtigung von in der Schweiz lebenden EU- und EFTA-Staatsangehörigen von Bedeutung sind. Die Regeln gelten für Bürgerinnen und Bürger aller EU- und EFTA/EWR-Länder. Ausgenommen sind zurzeit noch Staatsangehörige aus Rumänien und Bulgarien, da zur Ausdehnung des FZA-Anwendungsbereichs auf diese beiden Länder zunächst noch Verhandlungen geführt werden müssen.

Kinder

Kinder von Staatsangehörigen aus den EFTA/EWR- sowie den EU-Mitgliedstaaten sind betreffend Stipendien und Darlehen Schweizerinnen und Schweizern gleichgestellt, wenn sie zusammen mit zumindest einem Elternteil in der Schweiz ihren Hauptwohnsitz haben (Art. 3 Abs. 6 Anhang I i.V. mit Art. 9 Abs. 2 Anhang I FZA, bzw. Art. 3 Abs. 6 Anlage 1 i.V. mit Art. 9 Abs. 2 Anlage 1 Anhang K EFTA-Übereinkommen).

Erwerbstätige

Arbeitnehmende und selbständig erwerbstätige Bürgerinnen und Bürger aus oben erwähnten Staaten sind unter denselben Bedingungen stipendienberechtigt wie schweizerische Staatsangehörige (Art. 9 Abs. 2 und Art. 15 Abs. 2 Anhang I FZA , bzw. Art. 9 Abs. 2 und Art. 15 Abs. 2 Anlage 1 Anhang K EFTA-Übereinkommen).

Studierende

Personen, die sich lediglich zu Studienzwecken und nicht als Erwerbstätige oder Kinder von Erwerbstätigen in der Schweiz aufhalten, haben kein Recht auf Ausbildungsbeiträge. Dies ergibt sich aus ART. 24 Absatz 4 Anhang I FZA (letzter Satz) (bzw. Art. 24 Absatz 4 Anlage 1 Anhang K EFTA-Übereinkommen).

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.10.2019