Funktionieren

Durch das Stipendienwesen werden Personen unterstützt, die sich in einer nachobligatorischen Ausbildung befinden. Darunter fallen Bildungseinrichtungen der Sekundarstufe II (z.B. Gymnasium, Berufsschule) und der Tertiärstufe (z.B. Universität, Fachhochschule). Die Ausbildung muss zu einem staatlich anerkannten Abschluss führen.

Subsidiaritätsprinzip

In allen Kantonen gilt bei der Vergabe von Ausbildungsbeiträgen das Subsidiaritätsprinzip. Stipendien und Darlehen werden nur ausgerichtet, wenn die finanzielle Leistungsfähigkeit der antragstellenden Person, ihrer Eltern und anderer gesetzlich Verpflichteter nicht ausreicht.

Kantonale Regelung

Das schweizerische Stipendienwesen ist kantonal geregelt, jeder Kanton hat eine eigene gesetzliche Grundlage zur Vergabe von Stipendien und Darlehen. Die persönlichen und finanziellen Voraussetzungen, die zu Ausbildungsbeiträgen berechtigen, sind von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich geregelt, ebenso die Anerkennung von Ausbildungsstätten.

Unterstützung

Prinzipiell können folgende Ausbildungen durch Ausbildungsbeiträge unterstützt werden:

  • Gymnasiale Maturitätsschulen

    Ausbildungsgänge, die zu einer kantonalen oder eidgenössischen Maturität führen, wobei hier nur die nachobligatorischen Jahre nach dem 9. Schuljahr zählen

  • Andere Schulen für Allgemeinbildung

    Ausbildungsgänge von 2 bis 3-jähriger Dauer. Weiterführende oder vorbereitende Ausbildungen auf Sekundarstufe II: 10. Schuljahre, Fachmittelschulen, Verkehrsschulen, Schulen für Unterrichtsberufe auf Sekundarstufe II ohne Maturität, Vorbereitung auf Berufslehre

  • Vollzeit-Berufsschulen

    Drei- bis vierjährige Bildungsgänge, die auf ein Handelsdiplom oder eine Berufsmaturität vorbereiten, Lehrwerkstätten und landwirtschaftliche Schulen, KV und Informatik-Lehre auf schulischem Weg

  • Berufslehren und praktische Berufsausbildungen

    Sofern ein Lehrvertrag vorliegt: Berufslehren (drei- bis vierjährige duale Ausbildungen Lehrbetrieb/Berufsschule) mit und ohne Berufsmaturität, Anlehren (praktische, zweijährige Berufsausbildungen)

  • Nach der Berufslehre erworbene Berufsmaturitäten

    Erwerb der Berufsmaturität im Anschluss an die Berufslehre

  • Höhere (nicht-universitäre) Berufsbildung

    Mindestens zweijährige ganztägige bzw. mind. dreijährige berufsbegleitende Ausbildungsgänge an einer höheren Fachschule, z.B. Höhere Berufsausbildungen zur Vorbereitung auf die eidgenössische Fachprüfung (Patent oder Diplom) und Meisterkurse

  • Fachhochschulen

    FH Diplomstudiengänge (ganztägig, berufsbegleitend)

  • Universitäten und ETH

    Studiengänge, die zu einem Lizenziat, Diplom, Bachelor, Master führen.

Die Stipendienberechtigung von Weiterbildung, Zweitausbildung, Ausbildung auf der Quartär-Stufe oder zweite Ausbildung auf der Tertiärstufe wird in den Kantonen sehr unterschiedlich geregelt.

Schlussendlich legt aber der jeweilige Kanton fest, welche Ausbildungsstätten und Ausbildungsarten stipendienrechtlich anerkannt sind. Die kantonalen Stipendienstellen können darüber Auskunft geben.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.09.2018

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