Berechnungsprinzipien

In der Schweiz kommen drei Berechnungssysteme für die Berechnung des Ausbildungsbeitrages zum Einsatz: Das Fehlbetragdeckungssystem, das Punktesystem und ein Mischsystem. Gemeinsam ist allen Systemen, dass bei der Berechnung der Ausbildungsbeiträge das Einkommen und das Vermögen der Eltern berücksichtigt werden.

Fehlbetragsystem

Das zur Verfügung stehende Budget der gesuchstellenden Person und deren Eltern oder gesetzlichen Vertreter wird mit dem Aufwand für das Studium und den Lebenshaltungskosten verglichen. Der entstehende Fehlbetrag wird (bis zu einem bestimmten Maximalbetrag) durch Ausbildungsbeiträge gedeckt. Durch Ausbildungsbeiträge werden nur Kosten gedeckt, die von der Gesuch stellenden Person und deren Angehörigen nicht getragen werden können.

Punktesystem

Für Einkommen, Vermögen, Lebenshaltungskosten und Ausbildungskosten gibt es Plus- oder Minuspunkte. Der Ausbildungsbeitrag wird aus dem Total der erzielten Punkte errechnet. Auch bei diesem System gilt das Prinzip der Subsidiarität. In erster Linie sind die gesuchstellende Person und ihre Angehörigen für die Finanzierung der Ausbildung verantwortlich.

Mischsystem

In vielen Kantonen wird eine Mischung aus dem Fehlbetrag- und dem Punktesystem angewendet. Bei diesem System wird aus dem Einkommen und dem Vermögen der Eltern ein Betrag abgeleitet, der ihnen als Unterstützungsbeitrag an die Ausbildung ihrer Kinder zugemutet werden kann. Die Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten, die diesen Betrag übersteigen, werden durch Ausbildungsbeiträge gedeckt.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.02.2020